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Demokratie lebt von Teilhabe -

Ein Zwischenruf von Sabine Werth, Gründerin und Vorsitzende der Berliner Tafel e.V.

Die Berliner Tafel verteilt nicht nur Lebensmittel an armutsbetroffene Menschen. Sie sendet denjenigen Menschen, die ohnehin aus vielen Lebensbereichen ausgeschlossen sind, das Signal: Ihr gehört dazu! Ich bin zutiefst überzeugt, dass Teilhabe für eine Demokratie elementar ist. Umso erschreckender ist es für mich, dass nun Rechtsextreme jenseits aller Rechtsstaatlichkeit entscheiden wollen, wer in Deutschland leben darf und wer nicht.

Als ich 1993 in Berlin die erste Tafel gegründet habe, wurden damals gerade die Obdachlosen vom Zentrum an den Stadtrand verjagt. Sie sollten verschwinden. Schon damals ging es um Teilhabe. Dafür habe ich mit anderen Mitgliedern der Initiativgruppe Berliner Frauen gekochtes Essen aus den Hotelküchen geholt und zu obdachlosen Menschen gebracht. Später kamen weitere soziale Einrichtungen hinzu, heute beliefert die Berliner Tafel rund 400 Organisationen; darunter Wohnheime, Obdachloseneinrichtungen und Flüchtlingsheime. In den Ausgabestellen von LAIB und SEELE treffen sich seit bald 20 Jahren Menschen unterschiedlichster Nationen. Diesen Alltag spiegelt unser Leitbild: „Die Arbeit bei der Berliner Tafel führt Menschen unterschiedlicher Herkunft, Bildung und finanzieller Möglichkeiten zusammen. Dies ist ein Wert, der zu bewahren ist. Alle sollen nach ihren Möglichkeiten teilhaben können. Basis der Zusammenarbeit ist die gegenseitige Wertschätzung.“

In den vergangenen Jahrzehnten durfte ich viele Menschen kennenlernen, die für Teilhabe eingetreten sind, die sich gegen Ausgrenzung aufgrund von Hautfarbe, Religion, Armut, sexueller Orientierung oder Krankheit gestellt haben. Ich weiß, dass wir in Berlin ein riesengroßes Potential an zivilgesellschaftlichem Engagement haben, das sich dem Rechtsextremismus entgegenstellt. Das möchte ich unterstützen: Bitte lassen Sie uns gemeinsam für Teilhabe, unser Grundgesetz, unsere Demokratie und die Menschenwürde eintreten.

 

Ihre Sabine Werth und das Berliner Tafel-Team

 

Foto: Dietmar Gust

Kein Palästina- Kongress in Tafel-Räumlichkeiten

Vom 12.04 – 14.04. findet der Palästina-Kongress 2024 in der Germaniastraße 18, einem großen Gebäudekomplex mit mehreren Mieterinnen und Mietern, in Berlin-Tempelhof statt.

In diesem Gebäudekomplex befindet sich auch die Geschäftsstelle des Dachverbandes Tafel Deutschland. Tafel Deutschland wurde von der Information des Ortes selbst überrascht und hat dies heute durch Medien und die Website der Veranstalter:innen erfahren. Auch uns haben bereits Anfragen hierzu erreicht.

Wir distanzieren uns in aller Deutlichkeit von jeglicher Form des Antisemitismus und teilen das folgende Statement von Tafel Deutschland:

"Kein Palästina-Kongress in den Räumlichkeiten von Tafel Deutschland

Der Palästina-Kongress 2024 in Berlin findet in der Germaniastraße 18 statt. In diesem Gebäudekomplex befindet sich auch die Geschäftsstelle des Dachverbandes Tafel Deutschland. Die Tafel Deutschland stellt deshalb klar:

Der Kongress findet nicht in den Räumlichkeiten der Tafel Deutschland statt. Die Germaniastraße 18 ist ein größerer Bürokomplex mit mehreren Mieterinnen und Mietern.

Tafel Deutschland ist von der Information über den Ort des Kongresses selbst überrascht worden und hat dies am 12.4. durch Medien sowie die Website der Veranstalter:innen erfahren. Uns lagen im Vorfeld keinerlei Informationen dazu vor, es gab und gibt keine Absprachen oder Kontakt mit den Organisator:innen des Kongresses.

Tafel Deutschland verweist in diesem Zusammenhang erneut auf die kürzlich beschlossene und bekräftigte Charta gegen Rassismus, Antisemitismus und Rechtsextremismus. Rassismus, Antisemitismus, Diskriminierung und Gewalt in jeglicher Form lehnen wir ab.

Wir distanzieren uns von allen Initiativen, Organisationen und Menschen, die diese Haltung nicht teilen, und arbeiten mit ihnen nicht zusammen."

 

Nähere Informationen / Pressekontakt Tafel Deutschland:

Anna Verres

Pressesprecherin

Telefon: +49 (0)30 200 59 76-15

E-Mail: verres@tafel.de

 

Dringend: Die Berliner Tafel sucht Bundesfreiwillige

Die Berliner Tafel sucht dringend Bundesfreiwillige:

Die Berliner Tafel – das Original – wurde 1993 gegründet und wird bis heute von einem ehrenamtlichen Vorstand geleitet. Unser Engagement für armutsbetroffene Menschen lebt von der tollen Arbeit unserer 2700 Ehrenamtlichen.

Zur Verstärkung unserer Organisation suchen wir nun dringend neue Bundesfreiwillige in folgenden Arbeitsbereichen:

Bundesfreiwilligendienst in der Ehrenamtskoordination - Einweisung und Betreuung der Ehrenamtlichen, Betreuung von Besuchergruppen, Akquise von Ehrenamtlichen, Eventplanung uvm.

Bundesfreiwilligendienst in der Lagerlogistik - Unterstützung bei der Lagerlogistik, Sortierung und Kommissionierung von Lebensmittelspenden, Inventarprüfung, viel körperliche Arbeit, uvm.

Bundesfreiwilligendienst in der Bürologistik - Digitale Tourenplanung der Einsammlungen und Auslieferungen der Berliner Tafel, Unterstützung bei der Personalplanung und der Lagerlogistik, Kommunikation mit Sponsorinnen und sozialen Einrichtungen uvm.

Bundesfreiwilligendienst im Küchenservice - Unterstützung in unserer Kantine, Ankochen und Vorbereiten von Speisen, Instandhaltung der Küche, Essensausgabe, uvm.

Bundesfreiwilligendienst in der Lebensmittelsicherheit - Einarbeitung von Ehrenamtlichen in der Sortierung, Durchführung von Hygieneschulungen, Bearbeitung von Spendenangeboten unter hygiensichen Gesichtspunkten uvm.

Bundesfreiwilligendienst im Facility Management - Durchführung von Kleinreparaturen und Werkstattarbeiten unter Anleitung, Lagerorganisation uvm.

Alle Stellenausschreibungen findet ihr hier.

Die Drei Säulen der Berliner Tafel

Die Berliner Tafel ist das Original: Seit 1993 wendet sich die erste Tafel Deutschlands gegen Verschwendung und Armut. Sie sammelt unverkaufte, aber frische Lebensmittel ein und verteilt sie an bedürftige Menschen.

In den ersten Jahren hat sie ausschließlich soziale Einrichtungen mit Lebensmitteln beliefert; 2005 kam LAIB und SEELE hinzu, eine Aktion der Berliner Tafel e.V., der Kirchen und des rbb. In den mittlerweile 49 LAIB und SEELE-Ausgabestellen erhalten armutsbetroffene Menschen Lebensmittel für zu Hause.

Parallel hat die Berliner Tafel KIMBA gegründet: Der Kinder- und Jugendbereich steht allen Schüler*innen offen, völlig unabhängig von den finanziellen Verhältnissen der Eltern. KIMBA bietet Kochkurse an, in denen künftige Erwachsene den bewussten Umgang mit Lebensmitteln lernen. Sie erleben, wie sie gesund kochen können.

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