Partnerinnen für eine gute Sache

Die eine hatte die Idee, die andere ergriff die Initiative.mehr

1300 Ehrenamtliche

sind Woche für Woche in den 45 Ausgabestellen aktiv, verteilen die Lebensmittel und haben ein offenes Ohr.mehr

LAIB und SEELE

erreicht pro Monat 48000 Menschen, darunter ein Drittel Kinder und Jugendliche. So kommen Sie zu Lebensmitteln.mehr

"Eins mehr!"

Dreimal im Jahr bitten Ehrenamtliche im Supermarkt darum, doch einen Artikel mehr zu kaufen und zu spenden.mehr

Angespannte Situation

Immer mehr Flüchtlinge in den Berliner Ausgabestellen

Die steigende Zahl an Flüchtlingen in den Ausgabestellen Berlins bringt einige Herausforderungen mit sich. Die Ehrenamtlichen stehen einer schwierigen Situation gegenüber. Die Lebensmittelunterstützung richtet sich an alle bedürftigen Personen Berlins, jedoch muss gerecht aufgeteilt werden.
Durch Verständigungsprobleme kann unter den Besucherinnen und Besuchern der Ausgabestellen oft nur bedingt vermittelt werden und die Stimmung ist angespannt.

Trotz des großen Engagements der Ehrenamtlichen, ist die Unterstützung der Flüchtlinge ein sehr komplexes Thema. Zum Thema „Versorgung von Flüchtlingen“ haben sich bereits letzte Woche Verantwortliche der Stadt an einen Tisch gesetzt. Allerdings ohne die Berliner Tafel, bedauert die Vorstandsvorsitzende in einem Interview beim rbb Fernsehen:
„Alle, die an diesem Runden Tisch sinnvoller Weise saßen, können die Situation der Ausgabestellen nur verstehen, wenn es ihnen einmal erklärt wird. Genau das würde ich gerne einmal an einem entscheidenden Ort tun.“

Vollversammlung I

Lückenbüßer?

Jobcenter, die Bedürftige zur Überbrückung von Notsituationen an die Ausgabestellen von LAIB und SEELE verweisen: Dieses Phänomen gab es über die Jahre immer mal wieder, jetzt aber berichteten bei der Vollversammlung etliche Ehrenamtliche von solchen Erfahrungen. Wie schon früher bat Sabine Werth, Vorsitzende der Berliner Tafel, ihr konkrete Fälle aufzuschreiben und zu schicken. Sie werde bei den Ämtern intervenieren. "Wir bieten eine zusätzliche Unterstützung, aber wir sind kein Lückenbüßer des Staates". Das gelte auch, da waren sich alle bei der Vollversammlung einig, für die Versorgung von Flüchtlingen. Ehrenamtliche berichteten von der Überforderung, wenn in der Nachbarschaft ein neues Heim mit oft mehr als 400 Asylsuchenden aufgemacht wird und viele dann in der Ausgabestelle um Lebensmittel bitten. Einige Gemeinden mussten Aufnahmestopps verhängen. Die Vollversammlung fand Ende April in den Räumen der Evangelischen Kirchengemeinde Alt-Schönberg statt, einer der 45 Ausgabestellen.

Vollversammlung II

Zeit für Veränderung

Nach zehn Jahren wird es Zeit, Strukturen zu verändern. Das beschlossen die Teilnehmer/-innen der Vollversammlung nach intensivem Austausch in einem von der Organisationsentwicklerin Jana Riedel ehrenamtlich geleiteten Workshop. Die Idee ist, die 45 Ausgabestellen in sechs Regionen zu unterteilen. Innerhalb der Regionen soll dann eng zusammengearbeitet und ein Vertreter, eine Vertreterin in den Beirat gewählt werden. Bislang gab es einen solchen regionalen Zuschnitt nicht, so dass beispielsweise zwei Ehrenamtliche aus dem Berliner Süden, aber niemand aus dem Nordosten vertreten sein konnten. Dass ein Beirat, in dem neben den Ausgabestellen auch Berliner Tafel und rbb vertreten sind, weiterhin sehr sinnvoll ist, bestätigte die große Mehrheit der Teilnehmenden.
Der amtierende Beirat hat aus der Vollversammlung Ende April den Auftrag mitgenommen, die Strukturveränderung in die Praxis umzusetzen.

Michael Müller,
Regierender Bürgermeister von Berlin

Festschrift

10 Jahre LAIB und SEELE

„Sie geben mit Ihrem Einsatz bei der Ausgabe von Lebensmitteln an Menschen, die in Armut leben, ein Beispiel gelebter Solidarität“ würdigt der Regierende Bürgermeister Michael Müller die Aktiven der Aktion LAIB und SEELE. Die Initiatoren hätten in 10 Jahren Großes geleistet und „mit der Aktion LAIB und SEELE eindrucksvoll gezeigt, wozu eine engagierte Stadtgesellschaft fähig ist", so Michael Müller in seinem Grußwort zum Jubiläum.

Das Jubiläum ist ein Anlass zum Feiern, aber auch zum Nachdenken. Auf der rechten Seite finden Sie die Festschrift zum Download mit verschiedenen Denkanstößen zu 10 Jahre LAIB und SEELE.
Der Festakt zum 10-jährigen Jubiläum von LAIB und SEELE wurde am 4. Januar 2015 im Roten Rathaus gefeiert.

Bischof Markus Dröge

Der Mensch lebt nicht vom Brot allein

Festgottesdienst

"Es ist und bleibt ein Wunder", predigte Bischof Markus Dröge über die Speisung der Viertausend, die in der Bibel beschrieben ist, und die Speisung der weit mehr als 40 000, die Monat für Monat bei LAIB und SEELE satt werden. Dass der Mensch nicht nur vom Brot allein lebt, sondern auch an der Seele satt werden soll, zog sich auch durch die Grußworte beim anschließenden Festakt im Roten Rathaus. Nachdenkliche Worte mischen sich mit heiteren Erinnerungen und Szenen aus dem Alltag einer Ausgabestelle. Ein festlicher Nachmittag als Dank an die 1300 Ehrenamtlichen, von denen sich viele auch schon seit zehn Jahren in den Ausgabestellen engagieren.

10 Jahre LAIB und SEELE

Dieses Album gibt einen kleinen Einblick in die Feierlichkeiten in der Marienkirche und im Roten Rathaus. Vielen Dank an alle, die diesen schönen Abend mitgestaltet haben.

Galerie

Feierlichkeiten in der Marienkirche

Copyright Berliner Tafel, Gunda Leiss

Lebensmittel für Zuhause

Wer wenig Geld hat, kann einmal pro Woche in seiner Ausgabestelle für mindestens einen Euro Lebensmittel bekommen.

Ausgabestelle finden

Eine Münze

Die Leitlinien von LAIB und SEELE sehen analog zu den Grundsätzen der Tafeln in Deutschland vor, dass die Kundinnen und Kunden eine Münze zahlen müssen. In Berlin ist das in der Regel ein Euro. Trotzdem gibt es unter den 45 Ausgabestellen einige, die inzwischen 1,50 Euro verlangen. Grund sind die gestiegenen Kosten zum Beispiel für Benzin und fehlende Spenden. Der Beirat ist aber „on tour“, um die Ausgabestellen zur Gewinnung von Sponsoren und Einsparungen zu beraten.

Leitlinien herunterladen

Laden Sie bequem die LAIB und SEELE-Leitlinien herunter.

Lecker kochen mit wenig Geld

Spargel aus Peru, Kürbis, frischer Grünkohl – die Supermärkte spenden, was sie an guter Ware übrig haben und die Kundinnen und Kunden in den Ausgabestellen fragen sich: Was soll ich damit anfangen, ohne viel Geld für Zutaten ausgeben zu müssen? Deshalb gibt es das LAIB und SEELE-Kochbuch und an dieser Stelle jeden Monat ein neues Rezept.

10 Jahre LAIB und SEELE

Hier finden Sie die Predigt von Bischof Markus Dröge zum Festgottesdienst und die Festschrift mit dem Grußwort des Regierenden Bürgermeisters Michael Müller zum Festakt im Roten Rathaus am 4. Januar 2015.

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