LAIB und SEELE – ein Segen - Pressemitteilungen - Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks e. V.
06.01.2020

LAIB und SEELE – ein Segen

15 Jahre LAIB und SEELE – ein Segen für Berlin. So hat es Bischof Stäblein anlässlich des Jubiläums der Aktion formuliert. Am 5. Januar wurde der LAIB und SEELE-Geburtstag mit einem ökumenischen Gottesdienst im Berliner Dom und mit einem Festakt im Roten Rathaus gefeiert.

Die Berliner Tafel war schon fast 12 Jahre alt, als ihre Gründerin Sabine Werth in einem Interview erzählte, dass sie neben den sozialen Einrichtungen auch gerne bedürftige Privatpersonen mit Lebensmitteln unterstützen würde. Sie hätte nur keine Idee, wir sie die vielen Menschen in einer so großen Stadt wie Berlin flächendeckend erreichen könne.

Friederike Sittler, damals Leiterin der Redaktion für Kirche und Religion beim rbb, griff das Thema auf, vernetzte die Tafel mit den Kirchen und ihrem Sender und initiierte LAIB und SEELE, eine Aktion der Berliner Tafel, der Kirchen und des rbb. Mittlerweile gibt es 45 Ausgabestellen, die von Gemeinden getragen werden. 1.600 Ehrenamtliche engagieren sich, sammeln Lebensmittel bei den Supermärkten ein, sortieren und geben sie aus. 50.000 bedürftige Menschen kommen pro Monat in die Ausgabestellen.

Diese Ehrenamtlichen gebührend zu würdigen, war Wunsch und Ziel der großen Feier am 5. Januar: In einem ökumenischen Gottesdienst im Berliner Dom erinnerte der Berliner Erzbischof Koch daran, dass Weihnachten die Zeit der Bewegung sei, des Sich-auf-den-Weg-Machens. Betlehem bedeutet übersetzt „das Haus des Brotes“ und LAIB und SEELE verkörpere genau das – das einander Begegnen und das Teilen des Brotes.

Würdigende Worte

Bei dem anschließenden Festakt im Roten Rathaus bezeichnete Klaus Lederer, Bürgermeister von Berlin und Senator für Kultur und Europa, sowohl die Armut als auch die Verschwendung der Ressourcen als einen Skandal. Sozialsenatorin Breitenbach forderte mehr Unterstützung und Wärme für benachteiligte Menschen.

Carola Thumm-Söhle leitet als Ehrenamtliche der ersten Stunde eine Ausgabestelle und hob in ihrer Rede besonders den SEELE-Aspekt der Arbeit hervor; das Zugewandte und Mitmenschliche sei immer wieder sehr berührend. Auch Stefanie Gumz sprach als Leiterin der jüngsten Ausgabestelle – neben der Ausgabe von Lebensmitteln liegt ihr auch das Angebot von Deutschkursen in ihrer Ausgabestelle sehr am Herzen.

Der Berliner Bischof Stäblein würdigte die 45 Ausgabestellen als Segen für die Stadt erwähnte jede einzelne namentlich. Er zeigte sich von der Zahl und den einzelnen Angeboten tief beeindruckt.

Christoph Singelnstein sprach für den rbb und sieht in LAIB und SEELE den lebendigen Gegenbeweis für das oft beschworene und Hans Joachim Friedrichs zugeschriebene Zitat: „Ein guter Journalist darf sich mit keiner Sache gemein machen, auch nicht mit einer guten.“

Dokumentierte LAIB und SEELE-Arbeit 

Als besonderes Zeichen der Anerkennung der ehrenamtlichen Arbeit und auch als Dokumentation hat Jost Küster einen Film gedreht, in dem er beispielhaft für alle anderen LAIB und SEELE-Ausgabestellen ein Team mit der Kamera vom Aufbau der Tische, über die Sortierung und Ausgabe bis hin zum Saubermachen der Kirchenräume begleitet hat. Der Film ist ab sofort im Youtube-Kanal der Berliner Tafel zu sehen.

Den musikalischen Rahmen des Festaktes bildete Ulli Zelle mit seiner Band „Ulli und die grauen Zellen“. Ulli Zelle hatte als rbb-Journalist vor 15 Jahren die erste Pressekonferenz von LAIB und SEELE auf dem Berliner Großmarkt moderiert.

Rückblick und Ausblick

Im Rückblick auf die vergangenen 15 Jahre dankten Friederike Sittler und Sabine Werth den Ehrenamtlichen: „Wir hatten einst die Idee, haben LAIB und SEELE ins Leben gerufen, aber die Idee hätte nie leben können ohne Sie und Euch. Vor diesem Einsatz können wir uns nur dankbar und demütig verneigen.“

Für die Zukunft der Aktion sei wichtig, dass die Sponsoren weiterhin ausreichend Lebensmittel zur Verfügung stellten, sagte Sabine Werth. Die Tendenz des Handels, überschüssige Lebensmittel lieber an zahlende Unternehmen abzugeben, die sie dann wiederum weiterkauften, sieht Werth kritisch: „Als Berliner Tafel werden wir weiterhin dafür eintreten, dass Lebensmittel gerettet werden und Bedürftigen zugutekommen!“

Hier gehts zu den Bildern des Jubiläums: https://bit.ly/2SXPigt.

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