Die Mutter aller Tafeln wird 60 - Pressemitteilungen - Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks e. V.
12.01.2017

Die Mutter aller Tafeln wird 60

Sabine Werth hat 1993 in Berlin die erste Tafel gegründet, mittlerweile gibt es bundesweit mehr als 920 Tafeln. Am 16.1.17 feierte die Vorsitzende der Berliner Tafel ihren 60. Geburtstag. Ein kleiner Blick in ihre Biografie:

Gerechtigkeit. Darum ging es ihr schon immer: Mit 14 Jahren wird Sabine Werth die jüngste Schulsprecherin Berlins. Ab sofort hängen am Schwarzen Brett des Lichterfelder Goethe-Gymnasiums nicht nur Schultermine, sondern auch feministische Info-Zettel. In den 1980er Jahren folgt die Mitarbeit bei Goldrausch, einem Netzwerk, das Unternehmerinnen Kleinstkredite zur Verfügung stellt. 1985 wird Sabine Werth Mitgründerin von Blattgold, einer bis heute existierenden Monatszeitschrift für Frauen.

Zwei Jahre später entscheidet sich die Sozialpädagogin für die berufliche Selbständigkeit und gründet die Familienpflege Werth. Sie ist die erste, die diese Unterstützung als privates Unternehmen anbietet.

Elend und Armut in der Stadt

Als Mitglied der Initiativgruppe Berliner Frauen hört Sabine Werth 1993 einen Vortrag der Sozialsenatorin über Obdachlosigkeit in Berlin. Entsetzt von dem Bericht über Elend und Armut in der Stadt nimmt sich die Frauengruppe die New Yorker Initiative „City Harvest“ als Vorbild und beginnt, unverkaufte Lebensmittel bei den Händlern für Obdachlose einzusammeln.

Sabine Werth ist die treibende Kraft dieser ersten Tafel-Aktion. „Die Tafel ist die Schnittstelle zwischen Überfluss und Mangel. Wir nehmen von dort, wo es zu viel gibt und bringen es zu denen, die zu wenig haben“, erklärt die Vorsitzende das Tafel-Prinzip, nach dem überschüssige Lebensmittel bei den Märkten abgeholt und an Menschen verteilt werden, die wenig Geld zur Verfügung haben.

Einleuchtendes Prinzip

Das Prinzip leuchtet überall ein. An vielen Orten entstehen nach dem Berliner Beispiel Tafeln. Sabine Werth wird Mitgründerin des Landesverbands Berlin-Brandenburg und des Bundesverbands der Tafeln. Heute sind es bundesweit mehr als 920 Tafeln.

Allein die Berliner Tafel unterstützt mittlerweile jeden Monat bis zu 125.000 bedürftige Berlinerinnen und Berliner mit Lebensmitteln, darunter ein Drittel Kinder und Jugendliche.

Seit der Gründung des Vereins vor 24 Jahren ist Sabine Werth die ehrenamtliche Vorsitzende der Berliner Tafel; ihren eigenen Betrieb, die Familienpflege Werth, hat sie auf den Großmarkt verlegt, um täglich vor Ort sein zu können.

Für ihr Engagement wurde Sabine Werth 1995 der Verdienstorden des Landes Berlin verliehen, 2003 erhielt sie das Bundesverdienstkreuz am Bande.

"Lebe Deinen Traum!"

Wie sieht die persönliche Bilanz einer Frau aus, die so viel bewegt, so viel angeschoben hat? „Ich bin verdammt zufrieden mit meinem Leben“, sagt Sabine Werth, „und habe noch unendlich viele Ideen für neue Projekte. Ich halte mich immer an mein Motto: Träume nicht Dein Leben. Lebe Deinen Traum.“

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