Die Bedürftigkeit entscheidet, nicht die Herkunft - Pressemitteilungen - Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks e. V.
12.01.2016

Die Bedürftigkeit entscheidet, nicht die Herkunft

Die Diskussion über den Umgang mit Flüchtlingen in Deutschland ist aufgeheizt, auch die Berliner Tafel wird immer wieder nach ihrer Haltung gefragt. Sabine Werth, Vorsitzende der Berliner Tafel e.V., antwortet.

Die Aufgaben der Berliner Tafel sind die Rettung und Verteilung von Lebensmitteln. Unser Kriterium bei der Abgabe ist immer die Bedürftigkeit der Menschen, nicht deren Nationalität. Die Berliner Tafel sieht ihren Platz an der Seite aller Hilfsbedürftigen in Berlin, egal ob sie hier geboren wurden oder nicht.

Jeden Monat kommen 50.000 Menschen

Seit zehn Jahren unterstützt LAIB und SEELE, eine Aktion der Berliner Tafel, der Kirchen und des rbb, Bedürftige mit Lebensmitteln. Mittlerweile kommen rund 50.000 Menschen pro Monat in die Ausgabestellen von LAIB und SEELE, rund 4.000 von ihnen sind Flüchtlinge. 

Die Stimmung unter den LAIB und SEELE-Gästen ist mitunter angespannt.

Hochmotivierte Ehrenamtliche

Trotz aller Anforderungen bringen die Ehrenamtlichen Höchstleistungen, sie reagieren flexibel und hochmotiviert. Bei der Ausgabe von Lebensmitteln orientieren sie sich ausschließlich an der Bedürftigkeit der LAIB und SEELE-Kunden, die anhand amtlicher Bescheide belegt wird. Niemand wird aufgrund seiner Herkunft bevorzugt oder benachteiligt.

Für die bessere Verständigung untereinander gibt es mittlerweile das Informationsblatt „Willkommen bei LAIB und SEELE“, das die Regeln in den Ausgabestellen zusammenfasst, auch in Arabisch und Englisch. 

Die Berliner Tafel musste in den vergangenen Monaten viel Kritik einstecken. Beispielhaft sei aus einer Mail an die Tafel zitiert: „Eine Versorgung der einheimischen bedürftigen Bevölkerung mit Nahrungsmitteln darf m.E., auch aufgrund steigender Flüchtlingszahlen (der chaotischen Asyl-Politik der Frau Merkel) nicht leiden oder reduziert werden. Nehmen Sie unseren ärmsten Bürgern jetzt noch das Wenige was Ihnen bleibt?“

Gerechte Verteilung

Nein, die Berliner Tafel nimmt niemandem etwas weg. Sie verteilt das gerecht, was sie bekommt. Der Umfang der Lebensmittel in den LAIB und SEELE-Ausgabestellen hängt immer von der Menge ab, die eingesammelt werden kann.

Andere Kritiker vermuten, dass sämtliche Flüchtlinge in Berlin von der Tafel unterstützt werden; auch diejenigen, die in den Notunterkünften voll verpflegt werden. Das ist falsch. Die Berliner Tafel verteilt Lebensmittel an diejenigen Flüchtlinge, die sich selbst verpflegen müssen und ihre Bedürftigkeit nachweisen.

Die Mitmenschlichkeit zählt

Für die Berliner Tafel gibt es keine Bedürftigen erster oder zweiter Klasse. Wir orientieren unser Handeln an der Mitmenschlichkeit und spielen die Bedürftigkeit der vielen Menschen in Berlin nicht gegeneinander aus.

 



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